Yoga, die Mitte finden und der Verstand
Der ganze Yoga ist nichts als ein Vorgang der Zentrierung, ein Zugehen auf deine Mitte, ein Verweilen in dieser Mitte. Es verändert sich die ganze Perpektive.
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Im Bewusstsein zentriert sein heißt, die spontane Meisterschaft über den Verstand zu erfahren. Versucht also nicht, euren Verstand zu kontrollieren. Sprachlich mag euch das verwirren.
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Nichts ist verkehrt mit dem Verstand, nichts ist verkehrt mit den Gedanken. Wenn etwas verkehrt ist, dann ist es, an der Oberfläche zu bleiben, denn dann kennst du nicht das Ganze und leidest unnötigerweise wegen des Teils und der bruchstückhaften Wahrnehmung. Es bedarf einer ganzheitlichen Wahrnehmung und das ist nur vom Zentrum aus möglich. Vom Zentrum aus kannst du dich umsehen in alle Dimensionen, in alle Richtungen des gesamten Umfangs des Seins.
Anders betrachtet ist der Verstand wie Staub, der sich auf den Kleidern eines Reisenden ansammelt. Und du bist gereist, und gereist und gereist, Millionen Leben lang, und hast niemals ein Bad genommen. Klar, eine Menge Staub hat sich angesammelt – nichts ist falsch daran; muss so sein – Schichten von Staub, und du denkst, dass diese Schichten deine Persönlichkeit wären. Du bist so mit ihnen identifiziert, du hast so lange mit diesen Staubschichten gelebt, dass sie wie deine Haut wirken. Du hast Dich identifiziert.
Verstand ist die Vergangenheit, die Erinnerung, der Staub. Jedermann muss ihn ansammeln. Wenn du reist, wirst du staubig. Aber es ist unnötig, sich mit Staub zu identifizieren, mit ihm zu verschmelzen, denn wenn du mit ihm verschmilzt, dann gerätst du in Schwierigkeiten, weil du nicht der Staub bist, du bist Bewusstsein.
Genau das ist Yoga: Wie du deine Persönlichkeit loswerden kannst. Diese Persönlichkeit ist dein Kleid.
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